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Wenn Opa dem Jungbrunnen entsteigt

Ebersdorfer Laienschauspieler begeistern mit "Wunder gibt es immer wieder!"

Bersdorf/C. (hesch). "Wunder gibt es immer wieder!" Daß diese These stimmt, auch wenn man gelegentlich etwas nachhelfen muß, belegen die Laienschauspieler der Theatergruppe Ebersdorf in ihrem gleichnamigen Vierakter, den sie bereits zweimal im evangelischen Gemeindezentrum Ebersdorf vor begeistertem Publikum zur Aufführung brachten.

Zwei weitere Vorstellungen gehen am morgigen Freitag und am Samstag, 24.April, über die Bühne, wobei lediglich fpür Freitag noch einige Plätze zu haben sind. Der Bauernhof der Familie Krummholz stht vor dem Ruin. Vater Michel (Klaus Damaschke) erhofft sich die Rettung on der aus Liebeskummer nach Australien ausgewanderten, nun reichen Tante Eulalia (Helga Hopfenmüller), die keiner mehr so richtig kennt dich sich aber bereit erklärt, zu helfen. Zu Verwickungen muß es natürlich kommen, weil diese ihr Vermögen nur weiblichen Nachkommen vermachen will, die es leider nicht gibt.
Bäuerin Walburga (Birgit Salsano) möchte allerdings Sohn Alfred (Martin Bauer) nur zu gerne mit der Nachbarstochter Lady Nußbaum(Silke Feyler) verheirate, wobei eine stattliche Mitgift zur Sanierung des Hofes beitragen könnte. Zu dumm, daß der Jungbauer die Vorstellung hegt, dich eine Schönheit wie auf Miederwaren-Werbeplakaten als Gattin zu erobern und "Lady", obwohl weitgereist, doc eher der Vorstellung eines einfältigen und derben Trampels entspricht. Die Liebe ihres Voaters Otto (Uwe Kirchner) zu England ist in seinem orginellen Kauderwelsch nicht zu verkennen.

Der gelegentlich schwerhörige und senile Altbauer Opa Hannes (Wieland Zapf) hat allerding eine ganz andere zündende Idee, eine neue Einnahmequelle zu erschließen, als er davon erfährt, daß der Brunnen auf dem Hof zu versiegen droht. Mit Hilfe seines Enkels und dessen Freund Seppel (Cathrin Damaschke) wird der Reprterin Wilma Klappe (Christine Dmaschke) und allen anderen die Wirkung als Jungbrunnen sehr eindruckvoll und auch zum Vergnügen der Zuschauer demonstriert, um zahlungswillige Touristen anzulocken.

Um 50 Jahre verjungt entsteigt Opa Hannes dem Brunnenrohr. Gegenteilige Wirkung zeit das Objekt allerdings bei Otto Nußbaum, doch hat dieser zum Glück bereits vorher für das erwartete Wunder bezahlt.

Doch werden als Wunder ja meist erfreuliche Ereignisse bezeichnet, die ohne zutun oder eben anders als geplant sich zum Positiven entwickeln. Von solchen Entwicklungen git es in dem Sück eine ganze Menge. Da verhilft Wilma Klappe beispielsweise Lady zur Verwandlung in die attrakive Rosemarie, an der schließlich auch Alfred Gefallen findet und Eulalia fällt endlich in die Arme ihrer Jungendliebe, was auch ein Umdenken für ire Testmentsklausel bewirkt. Dazu zeigt plötzlich das Quellwasser noch heilende Kräfte. die Mimen verstehen es dabei, die Komik bestens in Szene zu setzen, so daß den Lachmuskeln der Zuschauer eieiges abverlangt wird.

Das Schauspielerteam mit Klaus-Dieter Ultsch ans Souffleur fertige auch die Kulissen selbst und wird bei den Auftritten von Benette Kreuzer als Maskenbildnerin unterstützt. Der Erlös aus den Vorstellungen soll wiederum für einen gemeinnützigen Zweck gespendet werden.